NATURALEZA Y COSILLAS DE INTERÉS


ME GUSTA SENTIR LA NATURALEZA EN MI MANO.
M. A. BUENO

Recomiendo ver este blog en un PC, está dividido en dos partes:

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- En la derecha tiene el enlace a otros dos bolgs (1 Naturaleza y el 3 dedicado a Huesca, a la Sierra de Guara, y cosillas de interés)

-También están algunos de mis vídeos, música, s, etc.


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MIS AMIGOS ME LLAMAN EL "PASTOR" DE BUITRES

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domingo, 20 de marzo de 2016

sábado, 27 de febrero de 2016

HELMUT PRESSER Orquídeas, Orchideen, orchid, orquídies, orkideak, orchidées, ऑर्किड, סחלביים, orchidacee, ラン科, orchideeënfamilie, орхидные, 蘭花,

Nun mehr für die Orchideenfreaks:

vertikale Reihen:
Or. lactea
O. panormitana
O. exaltata
2 Reihen O. forestieri, sehr variabel in den meisten Populationen
O. lutea

Helmut Pressser me comunica lo siguiente:


Da ich eine Woche Ferien und wenig zu tun hatte (schließlich war ich ja an Weihnachten 2 volle Wochen daheim geblieben, ne!) und das Wetter nicht grad nach Wintersport aussah, zog es mich mit Macht in den Süden. Mein Sohn Sebastian hatte auch grad Zeit und so war schnell klar: Wir mussten wieder mal nach Sizilien.

Freitag nach der Schule gings los, gut 1200 km schaffte ich da noch. So trödelten wir am Samstag ein wenig bei bestem Wetter nach 4° kühler Nacht und waren nach 15 Uhr auf der Insel. Der Etna rauchte zwar, tat aber sonst nichts, also fuhren wir noch runter an die Südküste in ein frühes Orchideengebiet. Dort blühten auch schon mindestens 4 Arten. 2 davon waren in Einzelexemplaren sogar verblüht (Barlia und O.forestieri). Anacamptis collina war in bester Blüte, Op. exaltata ging erst teilweise auf. Orchis lactea fand ich nur in einem Exemplar in bester Blüte , ebenso Op. panormitana, beide im SO. Stellenweise sah man viele Rosetten, wenn die Feuchtigkeit anhält, wird es ein gutes Jahr. Im Süden und SO war der Boden schon staubtrocken, es gab jedoch auch dort während unserer Tour mindestens einige Schauer.
Hauptsächlich hielten wir uns mal wieder in den reichen Orchideengebieten im SO der Insel auf, kamen aber auch mal weit in den SW. Wir wichen auch der Kultur nicht völlig aus: Neben einem Pizzeria-Besuch besichtigten wir reichlich griechische Tempel - von der Ferne.

An erwähnenswerten Viechern gab es für uns lediglich Mauergecko, einen winzigen Halbfinger-Gecko, den Gefleckten Walzenskink, den die Sizilianische Mauereidechse, natürlich die allgegenwärtige Ruineneidechse. Ach ja, die Zwergohreule erfreute uns gelegentlich mit ihrem Ruf, wenn wir abends am Feuer saßen (und das taten wir regelmäßig).

Beim Runterfahren hatten wir in Italien gelegentlich 16°, auf Sizilien bis 21,2°, einmal aber kaum über 15°. Tiefsttemperatur nachts zwischen 8,2 und 13,5°. Fast die Hälfte der Tage war bewölkt, am vorletzten und letzten Tag gab es sogar einige Schauerchen im SO.
Nun, der Kleidung der Eingeborenen nach ist es in Sizilien gerade Hochwinter, für Zugereiste aber Frühling - die Zeit der Mandelblüte. Stellenweise sind die Wiesen schon gelb durch den Sauerklee, auch verschiedene Ringelblumen blühen schon reichlich. Die Insel ist also auch um diese Zeit sicher eine Reise wert.

3 Bildtafeln gibts, auf der 2. hier sind an Orchideen nur die Mastorchis und das Hügelknabenkraut vertreten.

Bis bald wieder mal,
eine schöne Zeit,
                 Helmut.


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viernes, 25 de septiembre de 2015

ITALIA y sus orquídeas por Helmut Presser - Orchideen - Orchideengewächse - orchidacee - orchids - orchideeën - орхи́дные - ラン科 - 蘭科 -


El botánico orquideólogo Helmut Presser me comunica su viaje fotográfico a Italia en busca de orquídeas silvestres.

also ist es Zeit für eine Postkarte aus einer angenehmeren Jahreszeit: Pfingsten! Da geht es noch aufwärts....

Italien ist sehr reich an Orchideen (speziell Ragwurzen), die in den Bergen wachsen, die also an Pfingsten noch fotogen sind. Auch wurde da die letzten Jahre einige neue Arten beschrieben und einige alte hatte ich lang nicht gesehen, geschweige denn digital fotografiert. Also war diesmal das Ziel die italienischen Berge, speziell die vielen Hummelragwurz-Abkömmlinge. Mittendrin versagte mein Netbook, es startete zwar, ging aber gleich wieder aus. Nur gut gekühlt lief es einige Minuten, das reichte gerade zum Abspeichern der Bilder. Doch die Nächte waren am Ende nicht mehr besonders frisch und ich probierte es gar nicht mehr. Es ging aber alles gut und die Speicherkarten hielten bis zum Ende. Zum Runterladen daheim musste das Ding in die Gefriertruhe.
Alles in allem war es ein schöner, abwechslungsreicher Urlaub, auch wenn ich das ein oder andere aus Zeitgründen sausen lassen musste. Beispielsweise sollte der Etna aktiv gewesen sein, ein Abstecher nach Sizilien war eigentlich eingeplant. Es wären auch nur noch 200 km gewesen, ein Klacks also. Die dortige neu beschriebene Ständelwurz war aber nach einheimischen Informanten schon komplett verblüht, also war ein Grund im Vorfeld schon mal weggefallen. Aber auch so wurden es in den 2 Wochen etwa 3000 Bilder. Welch Glück, dass man nun digital arbeitet!


Die Route
führte mich erst in die Berge südlich Rom, dann in die Monti Ausoni und die Monti Aurunci. Hier lief (besser fuhr) mir auf dem Berg Delforge mit zwei Gleichgesinnten (Bodyguards?) über den Weg und man tauschte sich kurz aus. Danach ging es etwas weiter nach Süden in die Monti Matese, wo man bis auf 1650 m rauf kommt. Dort lag noch etwas Schnee rum, weswegen die gewählte Straße auch gesperrt war. Anschließend querte ich die Halbinsel und fuhr zum Monte Gargano. Dort exkursierte ich 2 Tage lang. Das nächste Ziel war die Murge, eine Hochebene 100 km s des Gargano. Hier kam ich zweimal vorbei und wurde von einigen einheimischen Orchideenfreunden zu interessanten Stellen geführt. Dazwischen und danach botanisierte ich mit meinem Freund Antonio in der Basilikata. Auf Höhe des Mt. Pollino (Sibari) übernachtete ich am Meer und badete dort auch in der Früh. Dann in die Serra San Bruno weit unten in Kalabrien und ein Bad im Tyrrhenischen Meer (wärmeres Wasser). Am selben Abend wieder zurück zum Schlafplatz am Ionischen Meer. Anschließend ging es in den Cilento, ein hübsches Gebirge an der W-Seite des Stiefels. Über die Majella (wieder im Osten, Südteil der Abruzzen) fuhr ich in die Toskana und von dort heim.

Die Orchideen
waren heuer nicht allzu üppig vertreten. Pfingsten lag nicht früh und nicht spät heuer, allerdings schien eine Hitzewelle vorher drübergezogen zu sein. Man fand ziemlich angebruzzelte Pflanzen. Dies musste ich schon im Norden feststellen. Zuerst lief ich den Locus classicus von lorenae s Bologna an. Die würde ich immer noch zu brachyotes stellen. Dann ging's zum L.c. von Ophrys serotina s von Rom, die leider auch nicht die großen Unterschiede zeigt. Vielleicht ist der Narbenkopf nicht ganz so eingeschnürt und die Pseudoaugen etwas größer. In den Monti Ausoni gab es dann etwas flachere, kleinblütigere Pflanzen, vermutlich sind die als O.appennina beschrieben. In den Monti Aurunci wieder sehr ähnliche wie am L.c. von serotina, auch am L.c. von O.pinguis. Die waren leider überhaupt nicht größer oder spät blühend, sind also für mich dasselbe und sollten auf den Namen serotina hören, falls nicht alle die selbe Art darstellen und brachyotes heißen müssen. Vielleicht habe ich die pinguis auch nur noch nicht gefunden.
In den Monti Matese sah ich keine Ragwurzen, allerdings beeindruckend viele Dact. sambucina zwischen den Kalkfelsen bis auf 1600 m. Leider war grad da keine Sonne und die meisten Pflanzen noch knospend.
Am Mt. Gargano hatte ich eine Angabe von O.paolina. Die stellte sich dann wohl als cinnabarina heraus, die ebenfalls vom Gargano beschrieben worden ist. Vermutlich sind beide identisch. Cinnabarina soll kleine Pseudoaugen haben, was man bei einigen gut sah. Sieht man dummerweise auch bei einigen Abbildungen von paolina. Problematisch war an dieser Stelle, dass auch O.gracilis vorkam und von manchen Pflanzen wusste man nicht, wo man sie hinstellen sollte. Sie blühen gleichzeitig nebeneinander und größenmäßig gibt es jeden Übergang. Ich bekam cinnabarina dann noch einmal in der Murge gezeigt. Ist sicher eine gute Art, wenn man paolina einbezieht. Am L.c. von paolina (nur 100 m Höhe) war schon alles längst verblüht.
In der Murge bekam ich vom Beschreiber himself auch die ganz neu beschriebene O.gravinensis am L.c. gezeigt, leider war auch da schon alles komplett verblüht. Sie hat Ähnlichkeit mit tarentina und pseudoatrata, ich muss sie mir unbedingt mal genauer anschauen.
Von O.conradiae sah ich eine gute Anzahl von Pflanzen in bester Blüte, sie scheinen tatsächlich mit denen von Sardinien und Korsika identisch zu sein. In der Basilikata gab es die verschiedensten Ausprägungen von O.gracilis, das hatte ich so gar nicht mehr im Gedächtnis. Sehr schön war hier und da wieder die O.lacaitae. Hier gibt es auch auffallend viele hybridogene Pflanzen von S.cordigera und vomeracea, teils mehr als die Eltern aber jeglichen Übergang. Sind inzwischen als Unterart von cordigera beschrieben (ssp. lucana).
Und gleich noch eine Zwischenform, als Unterart von Plat.bifolia beschrieben: Ssp. osca steht morphologisch zwischen chlorantha und bifolia. Letztere gibt es aber im Süden offenbar nicht. Die Sippe ist allerdings ebenfalls nicht einheitlich, an einer Stelle hätte ich sie locker zu bifolia gestellt.
Danach ging es ganz in den Süden, in die Serra San Bruno, wo die ersten Limodorum brulloi aufblühten. Interessanterweise gab es dort auch den normalen Dingel im selben Zustand, der aber neben den anderen Unterschieden deutlich größere Blüten als brulloi hat. Es gab viele Austriebe von verschiedenen Ständelwurzen und da ich erst letzten Sommer dort gewesen war, wusste ich genau, wo ich welche Arten hatte. Es mussten ja noch Austriebe fotografiert werden, besonders von den neu beschriebenen.
Im Cilento weiter im Norden fand ich wieder den Cilento-Zungenständel in 2 Gebieten, diesmal auch eindeutige Hybriden mit vomeracea und lingua. Sind noch nicht mal beschrieben. Überhaupt gab es auf dieser Reise Bastarde im Überfluss, obwohl ich nicht danach gesucht hatte.
In der Majella gab es nur wenige Orchideen, O.majellensis konnte ich dann aber anschließend direkt mit Pflanzen in der Toskana vergleichen. Ist sicher dieselbe Art.

Das Wetter
war gleich am Einreisetag (natürlich Freitag) und am folgenden Tag recht dürftig. Bis gut 18° und öfters leichter Regen. Da war's ja in D, genauer in Mittelbayern (keinesfalls in Südbayern), besser gewesen. Oben am Gargano hingen dicke Wolken, die auch mal gewittrig nässten. Besonders warm war es anfangs auch nicht, nachts bei Potenza in niedriger Lage 4,6°. Dazu gab es ab und zu Wind, was das Fotografieren nicht grad erleichterte. Es wurde jedoch stetig wärmer und auch meist sonnig, am Ende war es dann im Norden lästige 37° warm.

Beste Grüße,
            Helmut.



Keine Angst, die Schlangen sind ungiftig: Gelbgrüne Zornnatter in der schwarzen Form und Leopardennatter. Und eh ich x mal antworten muss: Das bräunliche Blümlein ist eine Schuppenwurz-Verwandte, Lathraea clandestina.


Wer gedacht hat, das wars, der kennt mich nicht. Natürlich kommen einige Orchideen, nicht nur für Freaks. Für diese aber eine Legende dazu. Mindestens nach dieser noch eine weitere Tafel.
Vorweg: Die Leopardennatter war keine, sondern die Italienische Äskulapnatter, wie ein Kenner bemerkt hat.

Nun einige der Hummeln in Italien, die Namen nach bestem Wissen und Gewissen, teils etwas zweifelhaft. Einige lass ich lieber weg:

2 O.brachyotes (lorenae) L.c., 2 O.serotina L.c., 2 O.cf.appennina Mti. Aurunci, 2 O.serotina (pinguis, terra typica) Mti. Aurunci, 1 O.tetraloniae Mti. del Matese, 3 O.cinnabarina (paolina) Mt.Gargano (Terra typica), 3 O.cf.gracilis Basilikata, 1 O.celiensis Murge Alta, 2 O.pollinensis Basilikata, 1 O.lacaitae x gracilis Basilikata


Ich habs geahnt, mit 4 Seiten komm ich nicht aus, zu hübsch die Dinger. Also hier die vorletzte, wieder nur Ragwürze (Euophrys).

4 O.lacaitae Basilikata, 4 O.posidonia Cilento

1 O.bertolonii Mti.Aurunci, 4 O.illyrica (ausonia) Mti.Ausoni, 1 O.incubacea , 1 O.sphegodes Mti.del Matese,

3 O.conradiae Murge Alta, 4 O.pseudoatrata Basilikata

1 O.conradiae x apulica Murge Alta, 3 O.neglecta Basilikata, 4 O.majellensis Firenze,  1 O.dinarica Majella


Auch schön bunt, gell?
Und verwirrend.
Auch mal was für Freunde des Bastards.

2 O.sulcata Emilia Romana, 3 O.lucana Basilikata, 2 Anacamptis pyramidalis ssp. serotina L.c. Toskana

1 Limodorum abortivum Mti.Aurunci, 1 Serapias cordigera Mti.Aurunci, 2 S.vomeracea, 2 S.cordigera ssp. lucana, 3 S.cilentana L.c. Cilento

1 Lim brulloi Serra San Bruno, 1 Neottia nidus-avis var. nivea Mt. Gargano, 1 S.lingua x cordigera, 1 S.lingua Gargano, 1 S.lingua x vomeracea, 1 Dactylorhiza saccifera ssp. gervasiana, 2 Platanthera bifolia ssp. osca Majella u. Mt.Pollino, 1 S.cilentana x lingua, 2 S.cilentana L.c.

2 Anacamptis coriophora Basilikata, 1 Orchis pauciflora Basilikata, 1 Or.pauciflora x quadripunctata, 1 Or.pauciflora x mascula, 1 D.sambucina Mti. delle Matese, 1 Plat. bifolia ssp. osca Mt. Pollino, 2 S.cilentana x vomeracea

Beste Grüße,
Helmut.


Magnífico y espectacular  trabajo. 
Muchas gracias Helmut. Un fuerte abrazo.

WEBS DE INTERÉS






sábado, 14 de julio de 2012

ORQUÍDEAS (PHOTO) ORCHIDS ORCHIDEEN HELMUT-PRESSER


DE INTERÉS
Helmut Presser me comunica:
Liebe Freunde, Bekannte und Verwandte,
lang hats gedauert, aber es gab viel zu tun in der Zwischenzeit. Früher konnte man die Verzögerung auf die Post schieben. Doch nun ist es so weit, die wohl 4-teilige Postkarte mit Urlaubsbericht kommt Stück für Stück. Ein Abbestellen ist stets möglich.


Süditalien-Südgriechenland


In den Pfingstferien verbrachte ich 2 Wochen im tiefen Süden Europas, wegen der warmen Jahreszeit vorzugsweise im Bergland. Ich war allein unterwegs, weil die Familie befürchtete, es könne zu umständlich und unbequem werden. Und Sebastian war anderweitig unterwegs. Nun, so wurde es mal wieder ein kompromissloser Orchideenurlaub.


Die Reiseroute
Wie gewohnt brach ich am Freitag gleich nach der Schule auf und verließ Deutschland so schnell wie möglich Richtung Süden. Dies gelang deshalb auch ohne Verzögerung, auch im weiteren Verlauf gab es kaum Behinderungen. Ich kam gut 1000 km weit bis kurz vor Rom, am nächsten Tag erreichte ich noch vor Mittag das Cilento, ein schönes, orchideenreiches Bergland im Westen südlich Salerno. Dort blieb ich eineinhalb Tage. Anschließend besuchte ich kurz noch die Orchideen-Berge südlich Potenza, bevor ich nach Bari fuhr und die Fähre nach GR (Peloponnes) bestieg. Kostet 290 € hin und zurück, Camping an Bord.


In GR ging es dann auf dem Peloponnes (Patra) weiter nach Süden über die Berge bis in die Mitte hinein. Hier musste ich feststellen, dass hinten im Auto kein Strom mehr war. Den Fehler konnte ich nicht finden, so gab es eben kein fließendes Wasser mehr, Zustände wie vor 30 Jahren. Allerdings steckte ich die Kühlbox dann öfters vorne ein. Bei Kalavrita wurde abends mal gebadet – das Wasser könnte ruhig schon ein wenig wärmer sein. Dann der Taigetos! Tolles Gebirge, so weit im Süden! Da hielt ich mich einige Tage auf und täglich machte ich über 300 Bilder. Harte Arbeit, wenn man bedenkt, dass es nachmittags oft ziemlich wolkig da oben war. Hier traf ich auch kurz mal Spyros Tsiftsis, der übers Wochenende aus dem Norden gekommen war, Familienexkursion.


Da die Vegetation im Süden des Peloponnes schon recht fortgeschritten war, beschloss ich, doch etwas in den Norden zu fahren, anstatt im Parnon fast bis ganz verblühte Orchideen zu suchen. Beim Verlassen eines Schlafplatzes nach rechts übersah ich einen Stein rechts im hohen Gras und holperte drüber. Der extra verstärkte Reifen hinten war sofort platt. Dauerte 'ne halbe Stunde, bis ich den gewechselt hatte, hab ich länger und bei einem VW-Bus eh noch nicht gemacht. Und 'ne Macke ist auch im Auto. So führte der Weg über den Menalon und den Chelmos, beide Male über 1600 m. Anschließend ging es auf den „Kontinent“, wo die Vegetation noch frischer war. Leider konnte ich das Ticket nach Bari nicht gegen eins in den Norden tauschen, es sind 2 verschiedene Superfast-Gesellschaften. Hätte mir vielleicht einen Tag mehr in GR eingebracht. Im Norden besuchte ich kurz die Zagoria, welche wunderhübsch ist und das Grenzgebiet zu Albanien. War in den Bergen auf Schotterwegen schon hinter der griechischen Zollstation.


Wieder zurück in Italien fuhr ich in die Majella und gleich etwas nach Westen in die zentralen Abruzzen. Nach Norden hin tangierte ich auch die M. Sirente und das Gran Sasso–Massiv. Nahm mir allerdings nicht die Zeit, viel rumzusuchen. Wunderhübsche Bergwelt und doch recht eigen. Da muss man mal extra Urlaub machen. Danach ging es flott über die Autobahnen heim.


Etwa 3250 Bilder waren die fette Beute, nach Entfernen der unbrauchbaren.


Das Wetter
Am ersten Tag bestes Wetter und nicht zu warm. Nur einmal bis 32°, aber nun besitze ich ja ein Auto mit Klimaanlage. Im Cilento gelegentlich Regen und Gewitter am Nachmittag, dazwischen aber auch Sonne. Über 1000m frisch, sonst auch mal schwülwarm. Auch bei Potenza mal den Nachmittag bedeckt. Die Nacht davor glatt mal 5° auf einem Hügel auf 700 m Höhe, im Tal 100 m tiefer noch darunter. Dann wieder bedeckt und das auch gleich bei der Ankunft am Peloponnes, dazu sogar mal Regen, den ich auch noch zur Exkursion nutzte. Aber mild in tieferen Lagen, zumindest tagsüber. In der ersten Nacht am Peloponnes ging die Temperatur auf 8° zurück, auf einem Hügel, wohl gemerkt. Später, am Isthmus von Korinth hatte es dagegen nachts 20°. Mittags zogen oft mal Wolken auf, die aber immer Lücken hatten und abends wieder verschwanden. Am griechischen Festland rauschte einmal bei 28° eine Regenfront heran und es duschte eine halbe Stunde; danach war alles sauber und abgefrischt. Nur die eigentlich sehr klaren Bäche und Flüsse sind da auffallend voll wie sonst an Ostern nicht und transportieren heuer Schlammmassen. Am Rückweg in den italienischen Bergen Kaiserwetter, zuvor 32° im Tiefland, meeresnah aber unter 27°.


Die Viecher
Gesehen wurden Eidechsen (eine dicke Smaragdeidechse lief mir über den Fuß), Erzschleichen und Schlangen. Eine Eidechsennatter machte auf der Straße Männchen, als ich mit dem Auto anhielt. Im Taigetos latschte ich fast auf eine Schlange. Erkannte sie zwar nicht, die war aber eh nicht giftig, keine Viper. Gut, dass ich immer nach kleine Orchideen schaue. Zum Fotografieren waren sie alle zu zappelig, da hätte man mehr Zeit drauf verwenden müssen. An einem Tag gelangen mir aber nette Bilder von gleich 3 Eidechsenarten, 2 davon an einer Stelle. Es sollten die einzigen des Urlaubs  bleiben.
In GR gab es dann auch Schildkröten, diesmal sah ich fast nur die Griechische Landschildkröte. Oben im Taigetos auf 1200 m tappte eine mächtige Breitrandschildkröte rum, die ich auch später noch dreimal fand. Schmetterlinge gab es reichlich, wohl auch interessante, gutes Wetter wurde aber meist für Orchideen genutzt, die Zeit war ja knapp wie immer.
Fast täglich unterhielten mich abends, nachts und früh die Nachtigallen. Auch Grillenkonzert mit Heuhupfer-Einlagen und Fledermäuse waren abends meist aktiv, früh öfters ein Wiederhopf oder ein Kuckuck. Nur auf der Fähre war nichts derartiges zu hören. Zumindest Heimchen könnte man doch da mal aussetzen.


Die Orchideen
Erster Stopp erst im Cilento, und da gleich O. lacaitae am Straßenrand. Meine gute Stelle mit O. posidonia war dagegen eine Enttäuschung, keine einzige von 100 war mehr da. Wohl alles vertrocknet. Nur am Straßenrand gab es noch wenige Pflänzchen, die waren netterweise auch schon offen. Höher in den Bergen war noch alles etwas zurück und eine Reihe interessanter Pflanzen blühten (noch?) nicht. S. cilentana war in einigen Exemplaren schon offen (teils sogar in Hochblüte, daneben noch austreibende), es scheint aber ein eher mageres Jahr für diese Art zu sein. Auf dem Weg zum L.c. fand ich noch ein paar Exemplare. Sie standen zusammen mit O. neglecta, die in den Bergen recht kleinblütig sein kann.
Am L.c. der O. pseudoatrata s Potenza gab es heuer ebenfalls nur relativ wenige, die meisten waren auch schon recht weit. Dort hielt ich mich von 6:30 – 13:00 auf und brachte dann doch 60 Exemplare zusammen. Auch die anderen Orchideen dort waren relativ dünn gesät. Aus Zeitmangel wurde die weitere Umgebung nicht weiter beachtet, gleich in der Nähe fand ich aber 5 Pflanzen aus der holosericea-Verwandtschaft, wirken wie 2 Arten, die aber beieinander standen. Die eine könnte vielleicht gracilis sein, die andere war größer.


Auf dem Peloponnes fand ich nur eine einzige der eher späten großblütigen oestriferas mit großer Narbenhöhle und kurzen Hörnern. Alle weggefressen. Allerdings sah ich vom Auto aus im W-Peloponnes einen Pulk Ophrys leptomera in bester Blüte. Da hat die wohl noch niemand gefunden. Die mir seit Jahren bekannten Ziegenriemenzungen im W-Peloponnes scheinen verschwunden zu sein, obwohl die Straßenböschung noch passend aussieht. Ansonsten war der Boden im Süden des Peloponnes recht trocken, schon bei Megalopoli war alles recht weit in der Blüte fortgeschritten. Oder halt auch aufgegessen.
Im Taigetos, dem Hauptziel, fand ich wieder eine neue Stelle mit Riemenzungen, die die Petrous als affine im Buch haben. Hatte deren Angabe, die Koordinaten stimmten aber wohl nicht. Könnte aber gut deren Stelle sein. Da stand nah dran auf über 1100 m O. reinholdii, O. argolica und natürlich O. taigetica. An einem anderen Platz, wo ich vor 12 Jahren verblühte Ragwürze fand, standen nur verblühte O. hebes. Und eine einzige Orchis boryi in bester Blüte auf über 1400 m. Tolles Gebiet, da kann man im Fast-Sommer Frühlingsorchideen fotografieren! Dann fand ich noch 3 Stellen mit Riemenzungen im Taigetos, eine liegt tiefer und es blühten schon welche – leider keine affine. Eigentlich wollte ich da O. candica sehen, die ich vor wenigen Jahren da entdeckt hatte. Die waren aber völlig verblüht. Kein spätes Jahr hier. Tsiftis war übrigens gekommen, um die ominöse H. affine zu suchen, die die Petrous einst als Einzelpflanze sahen und im Buch haben. Die gibt es wohl nicht mehr, ich fand nahe dran aber etwa ein Dutzend – im Austrieb. Da ich auf Spyros wartete, hatte ich Zeit, noch ausgiebig die Taigetos-Ragwurz zu suchen. Die wachsen da überall auf  Kalk, aber wirklich gute O. taigetica gab es erst über 1300 m. Sehr hübsche Art, war ein guter Wurf. Über 1450 m fand ich keine mehr an diesem Berg. Am Menalon suchte ich nur kurz nach ihr, da sollte man mehr Zeit drauf verwenden. Dafür gab es auf 1600 m noch gute und besonders schöne 4-6Punktknabenkräuter. Auch die Berg-sicula war da noch recht gut, woanders restlos verblüht.
Vorher, nördlich Sparti fand ich einige spät blühende oestriferas, die auffallend Ähnlichkeit mit O. phrygia haben. Darf das sein? Am Chelmos wieder etwas Eindeutiges: O zeusii in teils bester Blüte. Auf dem griechischen Kontinent bei Igoumenitsa musste ich feststellen, dass die Kühe gerade wieder einmal die mir bekannten O. hystera weggefressen hatten. Ging mir schon mal so und ein andermal hatte ich gerade mal 2 Exemplare. Eine vage Angabe dieser Art von Petrou half nichts, zu viele und weitläufige Biotope, nur S. vomeraceae (häufig in GR, aber spät) und die Ziegenriemenzunge standen in Blüte.
Im Norden um Igoumenitsa war die O. epirotica schon ziemlich verblüht, hätte noch weiter in den Bergen suchen müssen. O. minuscula dagegen war noch einigermaßen und ärgerte mal wieder mit großblütigeren Pflanzen zwischendrin.


Zurück in Italien wurde in der Majella der L.c. der O. majellensis besucht und die ersten (wieder mal) waren offen. O. dinarica wurde reichlich gefunden, leider keine anderen Hummeln. Da hätte ein Abstecher nach Isernia geholfen. Traf da einen südtiroler Orchideenfreund, der sagte, es gäbe schon viele Epipogium. A6? Leider kamen wir schnell vom Thema ab.


Beste Grüße,
                Helmut.

Hier kommt der 2. Teil. Griechenland, Peloponnes-West bis Taigetos.

Zuerst aber mal die Bildlegende zur ersten Tafel aus dem Cilento / Italien (Hinfahrt) für die Freaks, die inzwischen sicher schon alles herausgefunden haben:

2 Ophrys lacaitae, 2 O. posidonia

1 O. lucana, 2 O. neglecta, 3 Serapias cilentana

1 rosa Orchis laxiflora, 1 Dactylorhiza saccifera, 1 Or. tridentata, 1 Or. simia x Acearas anthropophorum, 1 Anacamptis pyramidalis, 2 O. pseudoatrata, 1 O. neglecta, 1 S. vomeraceae, 1 S. cordigera

2 O. cf. gracilis, 2 O. holosericea s.l., 1 Aceras anthropophorum, 1 O. apifera, 2 O. pseudoatrata, 1 O. bertolonii, 1 S. cilentana, 1 S. cf. vomeracea


Die Legende zur 2. Karte:

2 Ausblicke im Taigetos, 1 Cephalanthera cf. damasonium, 1 Platanthera cf. chlorantha, 1 S. politisii, 1 Or. mascula pinetorum

1 O. cf. cornutula, 1 O. oestrifera s.l. groß, 1 Wespe auf Distel (groß), 1 O. argolica, 2 O. reinholdii, 1 Daphne oleoides, 1 Or. quadripunctata, 1 Or. boryi

2 O. leptomera, 2 O. cf leptomera Taigetos, 5 O. taigetica

Breitrandschildkröte, Segelfalter, Cyclamen peloponnesiacum, Riesendolchwespe, Rote Röhrenspinne w

to be continued...

Nun der 3. Teil. Bei so vielen Bildern ist es schon schwierig, sich zu beschränken. Peloponnes: Taigetos bis Menalon, Chelmos.
Und daran denken: Die Tafeln sind für einen breiteren Bildschirm gemacht, können also meist noch etwas vergrößert werden.
Die Legende für die, die's genau wissen wollen, man entschuldige die altertümlichen Gattungsnamen:

7 Himantoglossum caprinum-samariense-affine (4 von 1200 m, 3 von 750 m, aber auch höher kommen dunkle vor)

Laubheuschrecke Larve, 1 Or. papilionaceae ssp. messinensis, 3 Or. spitzelii, 1 Or. x spitzelii x pallens, 1 Hellenolacerta graeca, 1 Baumweißling auf A. pyramidalis ssp. pyramidalis

Weberbock, Lacerta trilineata, 1 Or. x quadripunctata x mascula subsp. pinetorum, 2 O. cf. phrygia (n Sparti), 2 O. zeusii (Chelmos), S. x ? Manthyrea, Podarcis peloponnesiacus

...to be continued...



Zum Schluss der 4. Teil. Etwas durcheinander, vom N-Peloponnes über den Epirus bis in die Abruzzen in Italien (gekennzeichnet mit I). Diesmal auch mehr Bastarde trotz langer Namen, es gibt ja so viele Hybridenfreunde.



Die Legende:

Chelmos (Aroania), Blick nach Albanien von Süden her, Zagoria

O. dinarica (I), O. x dinarica x sphegodes (I), Or. x morio ssp. caucasica x laxiflora, Or. x coriophora ssp. fragrans x laxiflora, O. cf. cerastes, 2 O. minuscula, O. epirotica, 2 A. pyramidalis ssp. serotina

2 O. dinarica (I), Puppenräuber, O. sphegodes (I), Him. adriaticum, O. bertolonii (I)

Schlafplatz bei Igoumenitsa, O. dinarica (I), 2 O. majellensis

Schöne Grüße
und bis zum nächsten Mal,
                           Helm

Muchas gracias por compartir estos magníficos estudios.
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