NATURALEZA Y COSILLAS DE INTERÉS
ME GUSTA SENTIR LA NATURALEZA EN MI MANO.
M.A.BUENO

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MIS AMIGOS ME LLAMAN EL "PASTOR" DE BUITRES

MIS AMIGOS ME LLAMAN EL "PASTOR" DE BUITRES
FOTOS - PHOTOS DEL PASTOR DE BUITRES
CONFÍO MÁS EN LOS BUITRES LEONADOS QUE EN LOS HUMANOS
I TRUST MORE IN VULTURS, THAN IN HUMANS

LAS FOTOS EN LAS QUE ESTOY CON LOS BUITRES NO SON MONTAJES.

It seems incredible but I am among the vultures.

The photos are real.

Las imágenes (fotos) publicadas están protegidas por el © copyright del autor, se encuentran en el Registro General de la Propiedad Intelectual

Nº DE ASIENTO 10/378, 10/113 Y EL 10/525 DEL GOBIERNO DE ARAGÓN,

Pienso también, que una imagen vale más que mil palabras.


VÍDEO DEL TERROR QUE DEMUESTRAN LOS BUITRES LEONADOS HACIA LOS HUMANOS.

EL TERROR HACIA EL SER HUMANO

domingo, 21 de julio de 2013

Nachosterpostkarte - Helmut Presser


Helmut Presser me dice lo siguiente: 

Besonders verzögert hat sich die vorliegende Postkarte diesmal durch gutes Kartierungswetter und interessante Funde, Wochenendtrips (z.B. Dolomiten) und nicht zuletzt durch einen weiteren Urlaub. Inzwischen war ich nämlich auch noch in Spanien-Portugal, in gut einer Woche gehts übrigens nach Italien. Die Pfingst-Postkarte wird wohl bis kurz vor Weihnachten dauern.
Wiederum der Hinweis, dass die Größe auf full HD ausgelegt ist, also wohl vergrößert betrachtet werden sollte. Auch kommen noch 3 - 4 Tafeln nach.

Rhodos an Ostern

Es gibt viele griechische Inseln, die ich noch sehen möchte, aber keine beherbergt so viele mir unbekannte Orchideenarten wie Rhodos. Also war diese noch südlich der Türkei liegende Insel das Ziel für die diesjährigen Osterferien, die doch relativ früh lagen, Übergang März-April. So hatten mein Sohn Sebastian und ich auch gute Chancen einen vorgezogenen Frühling zu genießen. Ich hatte die Insel bereits einmal vor 2 Jahren Anfang März eine Woche lang besucht, aber aufgrund der in jenem Jahr etwas verzögerten Entwicklung nur wenige Arten gefunden.

Wir hatten ja diesmal 2 Wochen Zeit, also keinen Stress, aber es kam nur ein Flug infrage. Wer gewohnt ist, mit dem Wohnmobil zu reisen, muss dann bezüglich des „Komforts“ einige Abstriche machen. Dafür hat man dann eine Dusche.
Zwischenlandung in Thessaloniki ohne längeren Aufenthalt, alles lief relativ problemlos. Wir reisten durchwegs tagsüber, also auch recht stressfrei. Die Unterkunft hatten wir bei Vasilios Spanos in Lardos gebucht, wo es stets neben reichlich Wein und Suma auch ein ganz besonderes Orchideen- und Naturambiente gibt. Hier finden nämlich viele Natur-und besonders Orchideenbegeisterte Unterschlupf, die dann abends ausgiebig Funde austauschen und fachsimpeln. Im Gegensatz zu meinem letzten Besuch war diesmal das Haus voll, es waren einige Deutsche, ein Niederländer und eine größere Gruppe Italiener (14, Giros-Exkursion mit Ehefrauen) anwesend. Die Verständigung mit letzteren war nicht immer ganz einfach (very little English et un petit peu de Francais), notfalls wurde durch den griechischen Gastgeber übersetzt. Da war Stimmung angesagt und die Abende zogen sich erstaunlich in die Länge, die Nächte wurden kurz. Wir verbuchen auch das unter Erholung. Wirklich nette Leute, einige trifft man sicher wieder. Und weil wir auch freundliche Menschen sind, wurden wir sogar zu einem 7-Gänge-Abendessen nach italienischer Art eingeladen, was gelegentlich im Hof veranstaltet wurde. Lecker und nett wars, typisch italienisch. Einziger Nachteil: Die Tagesexkursion musste da schon weit vor Sonnenuntergang beendet werden, den wir eigentlich meist irgendwo am Meer genossen.

Das Wetter
Unsere Ankunft fand bei 21° (18 mehr als zu dem Zeitpunkt in der Heimat) und blauem Himmel statt, doch schon der nächste Tag war relativ bedeckt und es gab höchstens 18° und teils Wind. Daheim allerdings leichter Schneefall. Das besserte sich aber wieder und meist war es sonnig, zeitweise bewölkt oder gar bedeckt und bis etwa 25° warm. Relativ wenig Wind insgesamt, zwischendrin einmal ein paar Stunden Regen und in der 2. Woche ein ganzer Tag regnerisch. War nicht nur schlecht, irgendwann muss das Kind auch mal ausschlafen dürfen und die Haut kann sich vom ungewohnten Sonnenstress erholen. Zeit zum Aufarbeiten und Planen … Derweil in Mitteleuropa durchwegs kalt, teils auch mit Neuschnee, pfui Kuckuck! Blütemäßig haben wir daheim nicht das Geringste verpasst, sogar die Schneeglöckchen waren noch gut. Am Abflugtag war es dann auf Rhodos doch richtig windig, auf einem Pass konnte ich mich beim Fotografieren kaum gerade halten. Und es flogen keinerlei Flugzeuge. Also mussten wir wohl oder übel den Urlaub verlängern und legten uns auch mal an den Strand, damit wir die Badehose nicht umsonst mitgenommen hatten. Ewig schade, dass der Flug am Sonntag gegangen wäre, grins … Lästig aber, dass der nächste um 06:40 am Montag war und wir in Athen umsteigen mussten. Das hieß, um 03:15 MEZ aufstehen, was einem den ganzen Tag versauen kann. Pünktlich zu Schulschluss waren wir dann daheim.

Die Viecher
Schon am 2. Abend lief uns eine Wechselkröte über den Weg. Dies blieb nicht die einzige, wir sahen sie immer wieder. Da es schnell wärmer wurde, gab es auch zunehmend Insekten und Reptilien. Schmetterlinge wurden aus Zeitmangel nur ansatzweise bearbeitet, am besten war das riesige Wiener Nachtpfauenauge. Wir fingen uns eine der fast täglich gesichteten Riesensmaragdeidechsen und eine zornige Pfeilnatter, auch eine niedliche Johannisechse. Noch nie hatte ich eine Wurmschlange gesehen, an einem Tag fanden wir gleich zwei. Hardun und Südwestanatolische Eidechse gab es häufiger, einmal ein Schlangenauge. Auch 2 Schlanknattern und eine große Zornnatter wurden gesichtet, entzogen sich aber zu unserem Leidwesen der näheren Erforschung. Dagegen angelten wir uns einen der gefundenen Laubfrösche. Sebastian tat auch eine Baby-Kaspische Wasserschildkröte auf, wie immer man das schreibt. Erwachsene waren furchtbar scheu. Neben Landkrabben fanden wir natürlich öfters Taranteln, Skolopender, Skorpione und Kugelspinnen.

Die Botanik
Gleich am Ankunftstag fanden wir im Abendlicht die erste neue Orchidee, O. rhodia. Die tauchte immer wieder mal auf, ist aber keine kritische Art.
Am nächsten Tag gab es dann reichlich die funkelnagelneue O. korae, die man in einer Population durchaus erkennen kann. Leider war sie schon etwas weit fortgeschritten, perfekte Pflanzen gab es nicht mehr. Vorher hatte ich je eine letzte Blüte von O. tenthredinifera und O. leochroma mitgenommen, sodass ich direkt vergleichen konnte und auch die „Nachbesprechung“ am Abend entsprechend verlief. Jedoch will ich nicht behaupten, alle gefundenen Pflanzen oder auch abblühende Populationen eindeutig zuordnen zu können. Untypisch ausgebildete leochroma ist doch zu ähnlich und blüht kaum früher.
Fast täglich gab es weitere neue oder fast neue Arten für mich: Ophrys polyxo, cornutula, oreas, parvula, lindia, attaviria, persephonae, vielleicht auch halia.
Letztere glaube ich noch nicht so ganz, die Pflanzen waren mir zu früh blühend. Allerdings war der Narbenkopf sichtbar kleiner als bei den typischen O. saliarisii. Einige Blüten waren jedoch überhaupt nicht zu unterscheiden.
Am Schluss fand ich sogar noch O. colossea. Dies war allerdings viel Laufarbeit, da die mir genannten Biotope fast vollkommen umgepflügt sind. Ein Jammer, was da alles kaputt gemacht wurde, in Restflächen war der ehemalige Reichtum der Olivenhaine noch zu sehen. Ich bin einfach 30 Jahre zu jung. Auch diese Hummel ist sehr variabel und wie man jede Pflanze sicher von den anderen großblütigen holosericea-Sippen unterscheiden kann, ist mir ein Rätsel. Gleiches gilt sogar für manche der O. calypsus.
Zwei von Joop bei Rhodos gefundene Pflanzen sahen exakt aus wie O. thesei, aber aufgrund der umstehenden anderen stellen wir sie einmal zu O. oreas, von der wir auf dem Profiti Ilias an einer Stelle mindestens 100 fanden. Sie ist wohl weiter verbreitet, auch bei der Doppelbrücke sahen wir eine. Von heterochila ist sie wegen des breiten Narbenkopfes durchaus zu unterscheiden, allerdings sahen wir von letzterer höchstens einzelne Exemplare. Alle gefundenen früh blühenden Pflanzen hatten die dodekanensis-Ausprägung und ich habe weiterhin Probleme, dodekanensis und heterochila zusammen zu legen.
Schwierigkeiten gab es erwartungsgemäß mit der fusca-Verwandtschaft. Es scheint, als variiert lindia deutlich stärker als nach Bildern in der Literatur zu erwarten. Dann gibt es kleinblütige fuscen, die nahe an persephonae stehen und möglicherweise auch dazu zu zählen sind. Allerdings sind die Lippen kaum einmal ausgebreitet.
Eine mittelgroße fusca am Profiti Ilias kann ich überhaupt nicht einordnen. Es war am 2.4. nur die allererste Blüte überhaupt offen und die hing stark nach unten.
Eine O. eptapigiensis fand ich trotz zweier Versuche nicht.
Auffallend waren noch einzelne Pflanzen sehr klein- und zweiblütiger omegaifera, die ich hier und da fand. Sie hatten kaum einen basalen Lippenknick und blühten etwas später. Jedoch stand stets auch cinerophila im Biotop, was einen Bastard nahe legt. Auch fand ich nie mehr als 2 Pflanzen zusammen, zudem nicht mehr gut in Blüte.
Möglicherweise gibt es hier auch Ophrys morio. 2 großblütige, hohe Pflanzen im Süden mit typischen Blüten lassen das vermuten, eindeutige mammosa standen nicht dabei.

Natürlich wurden auch Highlights der „Allgemeinflora“ nicht verschmäht, z.B. die Endemiten Rhodische Pfingstrose Paeonia clusii und Schachblume Fritillaria rhodia. Letztere ist ein Winzling, manchmal gerade 10 cm hoch, was für den Blütendurchmesser der ersteren oft nicht ausreicht.

Alles in allem ein sehr gelungener Urlaub der anderen Art mit vielfältigsten 1drücken, sehr zu empfehlen. Fette Beute: 3300 Bilder nach Auswahl.

Schöne Grüße,
Helmut.

Hier ein paar außerbiologische Eindrücke. Die restlichen Tafeln dauern noch, sorry!

... Nun ein wenig botaniklastige Tafeln, wie man das von mir erwartet. Etwas hybridenlastig, wie man es nicht von mir erwartet, aber ich mach das ja nicht für mich, grins.

Die Orchideen:
3 saubere Ophrys rhodia, ein Bastard mit O. bombyliflora (könnte auch umbilicata x bombyliflora sein, da pinselt jemand rum)
2 saubere umbilicata und 3 Bastarde mit bombyliflora (teils x rhodia?)
5 O. lindia von L.c., die variieren noch stärker!

...
Nun ein paar Ophrys-Blüten, die Kenner können da gut mitraten.
Zur Kontrolle Zeile für Zeile:

3 dodekanensis, 3 oreas, 3 heterochila; war doch einfach, nicht? Dodekanensis war nur noch in kühlen Ecken gut, heterochila überall (sah ich aber nicht oft)

3 leochroma, 3 korae, 4 reinholdii; bei den leochroma bin ich mir nicht unbedingt sicher.

2 lucis, 3 ferrum-equinum, 5 polyxo (die untypischste gab es 5x)

1 lucis, 3 cornutula (sehe Unterschiede fast nur in der Größe, was man am Foto nicht mehr sieht), 4 candica (aus nur einer Population, wer bei der Variabilität an einer Stelle woanders was abtrennen will....)

...

Zum Schluss noch Mischorchideen mit Schwerpunkt auf Pseudophrys. Nicht alle gefundenen Arten insgesamt hatten Platz, weit verbreitete habe ich meist weggelassen. Wirklich, eine reichhaltige Insel!

Für die Freaks:

2 O.omegaifera, 2 O.apollonae, 2 kleine "omegaifera" - die 2. wohl ein Bastard mit cinerophila, 2 undefinierbare fuscen von Epta Piges mit relativ kleinen Blüten, 1 Or.anatolica

1 undefinierbare späte fusca mit mittleren Blüten vom Profiti Ilias, 5 O.cf.persephonae, 3 O.blitopertha

3 O.cf.phryganae, 5 O.attaviria, 1 O.calypsus

1 Or.papilionaceae thaliae, 1 Or.morio caucasica, 3 O.parvula, 2 O.iricolor, 1 dunkle O.blitopertha (einzelne in typischer, reiner Population), 1 O.cf.polyxo x calypsus (Einzelpflanze ohne Eltern)

1 Or.anatolica, 1 Or.lactea, 1 Or.morio caucasica, 1 Or.provincialis, 1 Or.papilionacea aegaea, 1 Or.papilionacea thaliae breitlippig, 2 Serapias cf.politisii, 3 S.orientalis

Und morgen Mittag gehts wieder gen Süden....

Schöne Grüße,
             Helmut.



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